Intro
Die Synthetische Biologie (SB) ist ein wichtiges neues Feld, das die Biologie in einer Ingenieursperspektive sieht. Diese Richtung hat vor allem in den USA an Dynamik gewonnen. In Europa findet sie ebenfalls wachsende Beachtung, allerdings wurde hier in der Öffentlichkeit bisher noch wenig zu SB kommuniziert. Dies wird sich sicher in Zukunft ändern, wodurch sich eine Gelegenheit ergibt, Kommunikationsprozesse wie Rahmung (Framing) und Wissenstransformation zu untersuchen. Wir wollen die Gelegenheit nützen, um die Berichterstattung über SB durch ausgewählte Journalisten und die Aufnahme dieser Berichte durch Laien mithilfe etablierter Methoden der Sozialpsychologie zu untersuchen. Parallel dazu sollen Interviews und Fokusgruppenstudien wichtige Inhalte im entstehenden Diskurs zwischen Stakeholdern wie etwa Wissenschaftlern und Beamten identifizieren. Zusätzlich wird die Medienberichterstattung beobachtet. Besonderer Wert soll in einem eigenen Teil des Projekts auf die Untersuchung von Aspekten unterschiedlicher Geschlechterrollen gelegt werden. All dies wird in engerem Kontakt zur Scientific Community der SB durchgeführt werden, ebenso in enger Zusammenarbeit mit laufenden einschlägigen ELSA-Projekten (zu ethischen, legalen und gesellschaftlichen Aspekten). Spezielles Material wie etwa ein dokumentarischer Kurzfilm soll dazu dienen, die Befunde zu verbreiten.
Übersicht über die wichtigsten Arbeitsbereiche der synthetischen Biologie: